PROTEO – Regula Nova

Diplomarbeit 2011

Proteo Regula Nova – Eine paradoxe Intervention. Demografische, kulturelle und ökonomische Entwicklungsprozesse bilden das Entscheidungsmoment der modernen Massengesellschaft. Die Präzision ihrer Vorhersage, das Abschätzen ihrer Veränderungstendenzen sind das grundlegende und gewinnbringende Kapital eines Gesellschaftsmodells, welches genötigt ist, sich einem permanenten Wandlungprozess zu unterziehen. Basierend auf der genauen Analyse von Entwicklungsprozessen lässt sich politisch und wirtschaftlich reagieren und planen. Tatsächliches Lenken jedoch, im Sinne eines Vorantreibens aus staatlicher und wirtschaftlicher Perspektive hin zu einem wunschgemäßen, einem als optimal formulierten Zustand, ist nur auf Grundlage der direkten Beeinflussnahme auf den Bürger selbst zu realisieren. Proteo versteht sich als dynamisches und allumfassendes Regulationssystem. Ein System, dass alle Schritte und Handlungen des Einzelnen protokolliert und verwaltet. Zugleich ein System, das alle Produkte, Dienstleistungen, alle möglichen an den Bürger gerichteten Angebotsoptionen nach einem Bewertungsindex registriert und bewertet. Proteo bindet alle erfassbaren Handlungsoptionen in ein statistisches Modell und rankt diese nach ausgehandelten Wertestandards. Die Summe der Sektionswerte ergibt den Gesamtwert, ein flexibler Kurs, der immer wieder zwischen den Primaten Politik und Wirtschaft neu auszuhandelnden ist. Er ermöglicht die selbstregulierende Verhaltensanpassung des Einzelnen im Vergleich zu den Leistungen seines sozialen Umfelds und den durchschnittlichen Leistungsstandards. Der permanente Selbstabgleich und die direkten Auswirkungen der erbrachten Leistungswerte auf den potenziellen Handlungsspielraum des Einzelnen etablieren ein hundertprozentig gerechtes Beurteilungsinstrument, welches Fehlbarkeit und subjektive Willkür endgültig überwindet.